Neuseeland

05.03. bis 22.03.2026

Einmal ans andere Ende der Welt – Wir haben es getan. Neuseeland ist calling und damit ein Roadtrip ins Unbekannte. 39.709 km zurückgelegte Strecke, 49:20 Stunden im Flieger verbracht, 5 Flughäfen besucht, 3 Airlines genutzt, 18 Tage unterwegs. Ein Erlebnis das bleibende Eindrücke hinterlässt und am Ende doch irgendwie unspektakulär war.

Es ist, wie immer bei unseren Reisen, ein günstiger Flug gewesen, der die Wahl auf Neuseeland fallen lies. Für 733 Euro pro Person, mit Gepäck von Zürich über Istanbul und Singapur nach Auckland, zurück über Kuala Lumpur, Istanbul wieder nach Zürich. Geflogen mit Turkish Airlines, Air New Zealand und Malaysia Airlines – alles namhafte Full-Service Airlines, das passt.
Nachdem der Flug gebucht war, stellte sich die Frage nach dem wie, wo und was. Lambus war hier wieder ein tolle Hilfe für die Planung – einfach mal ein paar Ideen und Orte sammeln. Eins hat sich sehr schnell herausgestellt, planen ist das eine, erleben das andere. Nach unserem Trip nach Peru sind wir um eine Erfahrung reicher – zu starr sollte man nicht planen. Also, Hotel für die ersten 3 Tage und erst für danach einen Mietwagen gebucht, den Rest organisieren wir vor Ort. Dieser Weg hat sich als genau richtig herausgestellt.

Bevor es los geht und – diesmal ohne lange Umstiege und Zwischenstopps – der Bericht in Auckland startet, sind noch ein paar Besonderheiten zu erwähnen. Neuseeland hat eine der strengsten Einreisebestimmungen der Welt. Unbedingt sollten hier die Informationen des auswärtigen Amtes beachtet werden. Neben einem Online-Visum (rund 10 Euro) und Tourismusabgabe (rund 50 Euro), ist insbesondere die Deklaration von mitgebrachten Produkten und Gegenständen eine Besonderheit. Beispiel? Lebensmittel aller Art, gebrauchte Sport- und Campingausrüstung, Wander- und Sportschuhe – all das muss angemeldet werden. Vergisst man etwas und wird (nahezu sicher) kontrolliert, fällt neben einer sofort fälligen Strafe von rund 200 Euro auch noch ein Schnellverfahren an, dass darüber entscheidet, ob die Einreise gewährt wird oder nicht. Wir haben uns für das rote Tor zum Ausgang entschieden und somit neben einer sehr freundlichen Zollbeamtin auch einen ersten Eindruck des neuseeländischen easy-going-Gefühls bekommen. Wir sind angekommen.

Die einzelnen Stopps

Tag 1 – Auckland

Nach guten 30 Stunden haben wir es von zu Hause nach Auckland auf die andere Seite der Erde geschafft und siehe da, es hat alles geklappt – fast. Ein Koffer hat es mal wieder bevorzugt den letzten Flug nicht anzutreten. Diesmal wussten wir es übrigens schon nach der Landung, denn dank Tracker bekommen wir angezeigt wo sich dieser befindet. Wir sind es inzwischen ja gewohnt, dass unser Gepäck lieber separat fliegen möchte. Dank der Amex Platinium sind wir damit fein und haben die Zeit gleich genutzt um die Innenstadt von Auckland beim shoppen kennenzulernen. Worüber wir auch sehr dankbar waren, nachdem wir gegen 11:30 Uhr früh bereits am Hotel in Auckland angekommen waren, um die 12 Std Zeitverschiebung ausgleichen zu können.
Bei der Planung sind uns viele Punkte durch den Kopf gegangen und haben viele Eventualitäten berücksichtigen wollen. Was ist, wenn die 1 Stunde Umsteigezeit in Singapur nicht ausreicht? Wie und wo können wir mit dem Mietwagen parken und zu welchem Preis? Wie fit werden wir nach der Anreise sein? Welche Auswirkungen hat der aktuelle Konflikt im nahen Osten? In welchem Teil von Auckland sollten wir ein Hotel suchen?
Um hier den besten Kompromiss zu finden haben wir uns für ein Hotel in zentrale Lage entschieden, beschlossen mit Uber vom Flughafen dort hinzufahren und den Mietwagen erst mit Abreise aus Auckland anzumieten. Denn egal wann nun die Ankunft in Neuseeland erfolgt, wir sind flexibel.
Für die Übernachtung hat die einfachste Kategorie an Hotel gereicht, das ibis budget Auckland Central war vollkommen ausreichend, denn die Stadt lädt ein entdeckt zu werden. Somit reicht ein bequemes Bett und eigenes Badezimmer vollkommen aus. Und ja, so richtig fit waren wir nach der langen Anreise auch nicht.
Die Stadt erkundet haben wir dann erst am nächsten Tag. Rund um den Sky Tower findest du alles was die Stadt liebenswert macht. Gemütlich entlangschlendern und ein Jachthafenfeeling kommt am Viaduct Basin auf. Tolle Bars und Restaurants findet man in der Ponsonby Road. Die Parks in der Stadt sind gepflegt, kostenlos und bilden den ruhigen Kontrast, unbedingt den Auckland Domain besuchen mit seinen Denkmälern, Museen und Wintergarten!

Eins fällt sofort auf, Neuseeland ist gemütlich, bergig und außergewöhnlich. Hektik und Stress sind selbst in der größten Stadt des Landes eher untypisch. Die Leute freundlich, bunt gemischte Nationalitäten und auf ihre Art einfach anders wie wir es als Europäer gewöhnt sind. Es fehlt an Temperament, aber dafür ist umso mehr easy-going vorhanden. So lässt man sich Zeit und treiben vom Tag und Leben.

Nach 3 wundervollen Tagen in Auckland, ist es an der Zeit zum Flughafen zu fahren und den Mietwagen abzuholen. Aus Bequemlichkeit und mit inzwischen noch mehr Gepäck, wieder mit einem Uber.
Links-Verkehr, (noch) gut ausgebaute Highways und eine übersichtliche Beschilderung, sowie eine passende Navigation mit Google Maps sind die anfänglichen Bedingungen für den Start des Roadtrips. Übrigens ist ein internationaler Führerschein Pflicht!

Tag 4 – Thames

Nach der größten Stadt des Landes und zur Eingewöhnung an den Links-Verkehr, haben wir uns entschieden den Roadtrip gemütlich, mit geringer Distanz und in einer Kleinstadt fortzusetzen. Thames wurde angesteuert, empfohlen als guter Ausgangspunkt für Attraktionen im nord-östlichen Teil der Insel. Mit gut 7.000 Einwohner ist es die größte Stadt auf der Coromandel Halbinsel. Was das bedeutet, haben wir während der Reise häufiger erlebt – nach 19 Uhr hat alles geschlossen. Leider hatte an diesen 2 Tagen das Wetter nicht besonders mitgespielt und so nahmen wir es auf die Kiwi Art und Weise, erkundeten die Gegend mit dem Auto und haben in den Tag hineingelebt. Highlight ist das War Memorial Monument, von dem ein phantastischer Ausblick über die Stadt und Bucht möglich ist. Eine weitere Attraktion ist die Goldmine im Ort. Wasser, Berge und dschungelartige Wälder sind überall zu finden, der Owharoa Fall ist mindestens einen Abstecher wert, egal bei welchem Wetter. Eine Übersicht der Wasserfälle findet sich bei Wikipedia. Zum Übernachten empfiehlt sich ein B&B oder Apartment.

Tag 6 – Tauranga / Rotorua / Taupo

Nach 2 entspannten Tagen hat uns der Kiwi-Lifestyle eingenommen und unsere spontane Planung uns weiter nach Tauranga gezogen, gelegen an der wilden Ostküste der Insel. Gleichzeig Surfer-Hotspot mit Kilometer langen Sandstränden. Das Wetter besserte sich langsam, zumindest blieb es trocken. Man mag sich kaum ausmalen welche Schönheit der Maunganui Beach erst bei Sonnenschien ausgestrahlt hätte. Die Stadt selbst ist eingebettet in eine natürliche Lagunenlandschaft und das Highlight ist der Mount Maunganui – leider während unseres Besuchs, nach mehreren Unfällen, gesperrt.
Kulinarisch hatten wir nichts erwartet und wurden vollends bestätigt. Eine typische neuseeländische Küche oder Gerichte gab es nicht- dafür wurde international alles geboten. Fisch ist nicht nur günstig, sondern auch immer frisch. Und wenn man diesen günstig und mit einer kleiner Show-Einlage genießen möchte, sollte man unbedingt Bobbys Fresh Fish Market besuchen. Etwas außerhalb liegt der McLaren Falls Park. Hier besteht bei Dunkelheit die Möglichkeit unzählige Glühwürmchen leuchten zu sehen.
Auf dem Weg nach Taupo liegt Rotorua mit dem gleichnamigen See und bietet zahlreiche touristische Highlights. Durch seine geothermischen und vulkanischen Aktivitäten lohnt sich ein Tagesausflug. Die Stadt selbst hat einen ganzen Park mit etlichen heißen und schwefelhaltigen Quellen angelegt – Kuirau Park, ein muss! Um einen Einblick in die Maori Kultur zu erhalten, kann man entweder ein Abendessen mit Auftritt buchen, oder wie durch Zufall das Halbfinale der Te Arawa Kapa Haka – Maori Gruppen aus dem ganzen Land die Ihre Stammestänze aufführen. Wer auf Abenteuer und Unterhaltung aus ist, wird hier definitiv fündig.
Weiter nach Taupo für eine Nacht. Gemütlich am gleichnamigen See gelegen lädt das Städtchen ein für viele Wasseraktivitäten. Ganz nebenbei gibt es hier eine wirklich schöne Promenade zum schlendern mit tollen Restaurants. Highlight der Stadt ist aber tatsächlich der McDonald´s der eine umgebaute DC 3 als Speiseraum in seinem Hof stehen hat. Taupo diente nur als kleiner Zwischenstopp zum Ausruhen, der der nächste Stopp Wellington ist knapp 5 Stunden Fahrtzeit entfernt und die Strecke hat es in sich.

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Tag 9 – Wellington

Es gibt zwar gut ausgebaute Autobahnen, aber nicht durchgehend. Zum Teil geht´s auf über 1.000 Meter, vom Dschungel in die Wüste und wieder zurück. 371 Kilometer die alle Facetten der Insel beinhalten – Landschaftlich ein Traum. Vorbei am Vulkan Ngauruhoe, ein aktiver Schichtvulkan, der im Schnitt alle 50 Jahre aktiv ist. Weiter zum Mount Ruapehu, der höchste Berg Neuseelands. Übrigens auch ein Vulkan mit regelmäßiger Aktivität.
Die Hauptstadt von Neuseeland zählt mit rund 220.000 Einwohnern als die Drittgrößte Stadt und belegt nach Auckland Platz 2 auf der Nordinsel. Entsprechend kommt kein wirkliches Großstadt-Flair auf. Im Vergleich zu anderen besuchten Städten hat Wellington eher den Charakter einer Industriestadt. Sehenswert ist die durch den Flughafen abgetrennte Halbinsel, die sich schön am Meer entlang fahren lässt und der Princess Beach. Bei gutem Wetter und klarer Sicht kann man von hieraus die Südinsel sehen. Auch Delfine sind keine Seltenheit. Genießen, sich treiben lassen, einen guten Café bei schönem Wetter genießen – auch mal wieder schön.
Der südlichste Punkte unserer Reise ist erreicht. Ab jetzt geht es wieder Richtung Norden. Auckland ist über 600 Kilometer oder knapp 8 Stunden Autofahrt entfernt, entsprechend legen wir bis dahin noch 2 Stopps ein.

Tag 11 – Whanganui

Der erste Stopp in Richtung Auckland heißt Whanganui. Ein schöne kleine Stadt mit vielen historischen Gebäuden, einem tollen Strand und dem begehbaren War Memorial Tower mit herrlichem Blick über die Stadt. Ideal für einen Zwischenstopp, oder eben wie in unserem Fall, eine Übernachtung bevor es am nächsten Tag weiter geht. Unbedingt das Orange Cafe besuchen.

Tag 12 – Hamilton

Die letzten Tage brechen an und es ist Zeit die 4. größte Stadt mit rund 150.000 Einwohnern noch zu besuchen. Hamilton besticht durch seinen ganz eigenen Flair. Als „Großstadt“ mitten Land bietet es eine eher urbane Atmosphäre und hat besondere Highlights. Einer davon ist der Hamilton Gardens, der einlädt einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Wer das Meer vermisst, der sollte die 45 Minuten Fahrt zum Ngarunui Beach auf sich nehmen und den unserer Meinung nach schönsten Strand des Landes besuchen. Das Örtchen Raglan lädt zum lecken Essen ein, Tipp: Raglan Fish. Wie so oft in Neuseeland schon erlebt, Abends findet das Leben zu Hause statt. So ein echtes Nachtleben gibt es, insbesondere unter der Woche, nur in Auckland, sonst gilt ab spätestens 22 Uhr, in kleinen Städten bereits ab 19 Uhr, Feierabend. Hamilton macht hier keine Ausnahme. Ein weiteres Highlight in der Stadt ist der Lake Domain, parken direkt am See möglich, Sonnenuntergang genießen, kulinarisch selbst versorgen und mit der Dunkelheit ab nach Hause.

Tag 14 – Auckland

Der letzte Tag, die letzte Übernachtung, bevor es heißt Mietwagen abgeben und nach Hause zurück fliegen. Den easy-going Lifestyle nochmal vollends genießen, die letzten Attraktionen abfahren, und Kraft tanken für die langen Flüge.
Entspannte Spaziergänge am Strand sind auch in Auckland möglich, fernab vom Stadtzentrum, lohnt sich ein Besuch der Rea Bay und des gegenüberliegenden Lake Pupuke. Weiter zum Hinemoa Park und eine schöne Aussicht auf die Harbour Bridge und die Skyline von Auckland genießen, übrigens auch per Fähre erreichbar.

Rückreise

15 Tage Neuseeland sind vorbei, die Rückreise mit einer Gesamtdauer von 36 Stunden beginnt. Strategisch haben wir diesmal die komfortablere Option gewählt mit einem Umstieg in Kuala Lumpur und einer Umsteigezeit von 8:30 Stunden. Nach dem ersten Flug mit rund 11 Stunden Flugzeit auf jeden Fall eine Wohltat, denn mit Hotel im Terminal, dem Sama-Sama Express KLIA Terminal Hotel konnten wir uns nicht nur frisch machen, sondern auch ein paar Stunden schlafen. Uneingeschränkt empfehlenswert und fast ausgeschlafen haben dann den Weiterflug nach Istanbul mit Turkish Airlines antreten können. Nach 2 Stunden Umstieg ging es schon wieder weiter nach Zürich, unserem Zielflughafen. Die 3 Stunden Zugfahrt nach Hause waren fast schon eine Wohltat und zumindest bis zur Grenze pünktlich.

Dinge die uns besonders in Erinnerung bleiben werden:

  • Barfuß laufen – überall und zu jederzeit laufen viele ohne Schuhe, auch im Supermarkt oder Restaurant
  • Ruhe und Gelassenheit – Man lässt sich Zeit, immer und überall, auch bei Starbucks und McDonalds
  • Kommunikativ – Man kommt einfach und schnell mit Leuten in Kontakt, wertvolle Tipps inklusive
  • öffentliche Grills – nahezu an jedem Parkplatz findest du frei zugängliche Elektro-Grills
  • offene Türen – je ländlicher, desto seltener werden Türen und Fenster von Autos und Häusern (ab)geschlossen
  • nahezu überall wird automatisch eine Gebühr für die Kreditkartenzahlung in Höhe von 1,5 – 2,0% berechnet

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Ein Kommentar

  1. Wow danke für den tollen Reisebericht. Der lange Flug schreckt mich jedoch immer wieder ab, so eine Reise zu planen ! Dank euch konnte ich viele schöne Momente/ Bilder sehen. Merci fürs Teilen 🫶

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