Gran Canaria

16.05. bis 24.05.2026

Es ist mal wieder soweit, wir möchten Euch eine weitere Kanareninsel vorstellen. Sicherlich die touristisch am stärksten genutzte Insel und zeitgleich eine der facettenreichsten. Sonne, Strand, Berge, Wälder, Wüste und raues Vulkangestein – willkommen auf Gran Canaria. Komm mit auf eine spannende Rundfahrt, vom Meeresgrund bis zum höchsten Punkt, von Nord nach Süd und einmal rundherum.

Das gut ausgebaute Straßennetz macht es einfach die Insel bequem mit dem Mietwagen zu erkunden. Von der Hauptstadt Las Palmas, bis runter nach La Playa de Mogan führt die 2 bis 3 spurig ausgebaute Autobahn GC-1, die mit 77,5 km zweitlängste Autobahn auf den Kanaren. Doch der Reihe nach – erst einmal hinkommen.

Es ist ein kühler 16. Mai als wir uns morgens mit dem Zug auf den Weg nach Köln machten. Nicht direkt um die Ecke, aber sehr gut erreichbar. Mit der obligatorischen Verspätung und Schienenersatzverkehr steigt die Vorfreude auf den Urlaub umso mehr. Ryanair, Flug FR302, startete mit 41 Minuten Verspätung. Dank Gegenwind in 4:36 Stunden nach Las Palmas und mit immer noch 32 Minuten Verspätung im Gepäck. Ab zum Mietwagen, Mini Klasse gebucht, Kompakt erhalten – einen VW Taigo. Dellen und Kratzer mussten nicht lange gesucht werden und ab ins Apartment nach San Augustin. Balkon, Meerblick, ruhige Lage, Parkplatz in der Nähe, voll ausgestattete Küche, alles sauber – was will man mehr? Noch schnell was einkaufen, der Tag ist gelaufen, das Bett ruft.

Für den ersten richtigen Tag auf der Insel, sollte ein einfaches Programm der gemütlich Einstieg und die Akklimatisierung bringen. Ab ins Auto und die Autobahn bis zu ihren südlichen Ende fahren nach Mogan / Puerto Rico. Glas und Beton dominieren die Felsen, ein touristisches Experiment, jeder Wohnung den gewünschten Meerblick zu verschaffen. Schön ist etwas anderes, aber zumindest gepflegt, bei schönem Wetter und toller Aussicht.
Obligatorisch zum ersten Tag gehört natürlich auch die Erkundung der direkten Gegend um das Apartment. Wenige Minuten bergab und wir waren an der herrlichen Promenade die sich bis Playa de Ingles gemütlich schlendern lässt. Soviel steht schon mal fest, der Spaziergang am Meer wird ein wiederholendes Ritual.

Wer hätte es für möglich gehalten auf einer Insel deren Umfang rund 50 km beträgt, an einem Tag eine Strecke von 200 km zurück zu legen? Tag 2 zeichnete sich durch diesen Marathon aus. Dabei ging es doch nur in den Norden nach Agaete, dem malerischen Hafenstädtchen. Neben dem optischen Wandel von Strand zu Fels und Vulkan, änderte sich auch das Klima von heiß in noch angenehm warm – wir hatten einen tollen Tag erwischt an dem auch Petrus mitspielte und der Sonne freie Bahn einräumte – eher eine Seltenheit. Natürlich ist auch Agaete von einem gewissen Tourismus geprägt, aber Montag scheint Ruhetag zu sein und so machte die Erkundung, fast alleine, gleich viel mehr Spaß. Ein Highlight im Ort ist der Naturpool – eigentlich eher bekannt von Teneriffa und Lanzarote – sonst gibt es auf der Insel unzählige Sandstrände.
Urlaub ist das eine, Erkunden und Erleben das andere. Da wir doch gerade im Norden sind, liegt es nahe auch die Hauptstadt, Las Palmas, gleich zu erkunden. Naiv gedacht – kleine Insel, kleine Hauptstadt – der vergisst die Einwohnerzahl der selbigen. Als neuntgrößte Stadt Spaniens mit knapp 382.000 Einwohnern läufst du nicht mal eben in einer halben Stunde gemütlich durch die Hauptstraße und hast alles gesehen. Doch 2 Dinge nehmen wir dankend an, den urbanen spanischen Flair und ein leckeres Bogadillo am schönen Santa-Catalina Park mitten im Zentrum. Zu einer Stadt am Meer gehört immer auch eine Promenade und entsprechender Stadtstrand. Sicherlich spielt für uns Las Palmas hier in der besten Liga der bisher erkundeten Städte.

Für die Verarbeitung der bisherigen Eindrücke ist es nicht mehr als logisch auch mal einen Tag Ruhe und Entspannung am Meer einzulegen. Aufmerksame Leser haben jetzt bereits viele Besonderheiten der Insel kennengelernt, doch etwas fehlt noch – richtig, Berge und Wälder.
Gran Canaria zeichnet sich nicht nur durch seine Strände, der Infrastruktur und die verschiedenen Klimazonen aus, sondern eben auch durch sein Vulkangebirge mit Bergen von knapp 2.000 Metern Höhe. Gut ausgeschilderte Wanderwege lassen sicherlich viele Herzen höher schlagen. Wir nutzen die gut ausgebaute Straße zum Mirador del Pico. Erste Erfahrung beim Ausstieg: Es ist 10 Grad kälter, zweite Erfahrung: Es ist windig, sehr windig. Merke – warm anziehen, alles befestigen und das schmunzeln nicht vergessen, wenn der gepflegte Tourist mit Flip-Flops, kurzer Hose und Strohhut aus dem Veranstalterbus aussteigt. Übrigens, gutes Wetter ist nicht selbstverständlich, nicht umsonst wird der Roque Nublo auch Wolkenfels genannt. Diese besondere geologische Form verschafft der Insel ihr ganz besonderes Klima.

Es sollte der letzte Tag mir atemberaubenden Eindrücken sein, so war es immerhin das Highlight die Natur, die massiven Vulkanformen und die frische Atlantikbriese erfahren zu dürfen. Doch ein Naturspektakel fehlt noch. Und ein größerer Kontrast zu Wäldern und Bergen gibt es sicherlich nirgends auf der Welt – die Dünen von Maspalomas. Auf einer Fläche von über 400 Hektar befindet sich das natürliche Ergebnis von Wind- und Wassererosion. Unzählige Tonnen von feinem gelben Sand, geformt vom Wind zu meterhohen Sandbergen. Aus der Ferne betrachtet mag es unspektakulär aussehen, doch wer davor steht und die ersten Schritte auf einen solchen Berg macht, stellt schnell fest, dass die Natur hier den Weg bestimmt. Daher ist das Gebiet nicht umsonst zum Naturschutzgebiet erklärt worden.

Wie schnell die Zeit vergeht – 8 Tage reichen gerade so aus um die Highlights zu erkunden. Dabei gibt es noch so viel mehr zu erkunden. Ob die größte Mall, das Centro Comercial El Mirador oder das Atlantico Shopping Center, die vielen einsameren Strände wie den Playa de Vargas oder das Nachtleben in Playa de Ingles. Es wird für jeden etwas geboten. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass die Insel ihren eigenen Rhythmus und Charme hat – wer den findet, der ist angekommen.

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Es ist schon wieder an der Zeit nach Hause aufzubrechen. Der Flug mit easyjet, EZS1062, sollte der letzte am späten Abend um 0:55 Uhr nach Basel sein und 4 Stunden später am frühen Morgen dort ankommen. Hat auch reibungslos funktioniert – wer es ruhiger mag, sowohl am Flughafen, wie auch im Flieger hat hier die besten Karten. Über den Flughafen Basel haben wir bereits viel berichtet – es ist und bleibt unser heimlicher Favorit. Wenn zwischen Landung und verlassen des Flughafens nur 25 Minuten liegen läuft es eben einfach perfekt. Erschöpft, aber glücklich und mit vielen Eindrücken sind wir dann auch vor 10 Uhr wieder zu Hause angekommen.

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